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Glossar
Umwelt Glossar

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Von "Agenda 21" bis "ZERO Emission" – hier finden Sie grundlegendes Fachvokabular aus den Bereichen Umweltmanagement und Naturschutz.

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A

Agenda 21 Aktionsprogramm der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED) in Rio de Janeiro (Juni 1992), das alle wesentlichen Politikbereiche einer umweltverträglichen, nachhaltigen Entwicklung anspricht. Das Aktionsprogramm gilt sowohl für Industrie- wie für Entwicklungsländer. Es enthält wichtige Festlegungen, u. a. zur Armutsbekämpfung, Bevölkerungswachstum, zu Handel und Umwelt, zur Abfall-, Chemikalien-, Klima- und Energiepolitik, zur Landwirtschaftspolitik sowie zu finanzieller und technologischer Zusammenarbeit der Industrie- und Entwicklungsländer. Die "Agenda 21" soll von möglichst vielen Industrie- und Entwicklungsländern in nationale Aktionspläne umgesetzt werden.
Die Bundesregierung orientiert sich bei ihrer bi- und multilateralen entwicklungspolitischen Zusammenarbeit an der Agenda 21.
Artenschutzabkommen Washingtoner Artenschutzübereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten frei lebender Tiere. Siehe auch CITES.
 
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B

Bioindikatoren sind bestimmte freilebende Pflanzen- und Tierarten oder Pflanzengesellschaften, die auf bestimmte Umwelt-Einwirkungen besonders empfindlich reagieren. Ihr Auftreten oder Fehlen bzw. ihr Verhalten können Aufschlüsse über die Umweltgüte geben. Die Erfassung und Kontrolle von Bioindikatoren bieten die Möglichkeit, zu einer auf den Menschen übertragbaren Raumbewertung zu gelangen.
Biologische Vielfalt (Biodiversität) Vielfalt der Lebensformen: Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen, die Gene, die sie enthalten, und die Ökosysteme, die sie bilden. Wird auf drei Ebenen betrachtet: genetische Vielfalt, Artenvielfalt und Vielfalt der Ökosysteme.
Biosphäre Die Teile der Erde und ihrer Atmosphäre, in denen Leben möglich ist. Das Reservoir des globalen Kohlenstoffzyklus. Das umfasst die lebenden Organismen (Pflanzen und Tiere) und andere organische Materie, z.B. Abfälle.
Biotop Lebensraum mit bestimmter eigener Prägung, d.h. die Gesamtheit der auf ein Lebewesen (Organismus) oder eine Lebensgemeinschaft (Biozönose) einwirkenden Standortfaktoren. Der für die Bestandserhaltung und -entwicklung von freilebenden Tieren und Pflanzenarten wichtige Genaustausch erfordert einen räumlichen Verbund gleichgearteter Biotope.
 
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C

CBD (Convention on Biological Diversity) Das Übereinkommen über die biologische Vielfalt wurde 1992 auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro verabschiedet und trat 1993 in Kraft. Es dient nicht allein der Erhaltung und Wiederherstellung, sondern auch der nachhaltigen und ausgewogenen Nutzung von Pflanzen- und Tierarten und der Vielfalt ihres Erbgutes. International verbindliche Regelungen müssen dafür sorgen, dass weitere Verluste an Arten- und Lebensraumvielfalt verhindert werden und dass die Entwicklungsländer, die über große Naturschätze verfügen, für deren Schutz und Nutzung gerechte Gewinnanteile erhalten.
CIPRA (Commission internationale pour la Protection des Alps) Abkürzung für (»Commission internationale pour la Protection des Alps«) (Internationale Alpenschutz-Kommission). Die CIPRA wurde 1952 gegründet und hat ihren Sitz in Schaan, Liechtenstein. Sie ist der Zusammenschluß von Verbänden und Organisationen aus allen Alpenstaaten. Ziel der CIPRA ist laut ihrer Satzung die »Erhaltung und Förderung der natürlichen und kulturellen Werte des Alpenraumes (Alpen) und eine räumlich differenzierte Nutzung der Alpenregion nach ökologischen Grundsätzen«. Die CIPRA war Wegbereiterin der Alpenkonvention.
CITES Washingtoner Artenschutzübereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten frei lebender Tiere (s.u.).
COP - Conference of the Parties (Vertragsstaatenkonferenz) Höchstes Gremium der Klima-Rahmenkonvention, das sich jedes Jahr trifft (1995 in Berlin, 1996 in Genf, 1997 in Kyoto, 1998 in Buenos Aires und 1999 in Bonn). Die COP hat die Aufgabe, die Umsetzung der Konvention jetzt und in der Zukunft sicherzustellen. Ein ähnliches Gremium existiert zur Umsetzung der Konvention zur Biologischen Vielfalt.
CSD - Commission on Sustainable Development (UN Kommission zur nachhaltigen Entwicklung) Eine auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro ins Leben gerufene Kommission, die den wirksamen Folgeprozess der Konferenz gewährleisten soll. Im Vordergrund steht die Überprüfung der nationalen und internationalen Umsetzung der Rio-Beschlüsse, insbesondere des umwelt- und entwicklungspolitischen Aktionsprogramms Agenda 21 einschließlich ihrer finanziellen Aspekte. Die CSD tagt seit 1993 in der Regel einmal jährlich für 2 Wochen im UN-Hauptquartier in New York.
 
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D

Deklaration von RIO Die 1992 verabschiedete "Rio-Deklaration" enthält 27 Grundsätze, die im bereich Umwelt und Entwicklung – rechtlich unverbindlich – das künftige Verhalten der Staaten untereinander und gegenüber ihren Bürgern bestimmen sollen. Mit dieser Deklaration soll der gemeinsame Wille und die Verantwortung zum Ausdruck gebracht werden, die Ressourcen der Erde künftig so behutsam zu nutzen, dass alle Länder der Erde gerechte Entwicklungschancen erhalten, die Entfaltungschancen zukünftiger Generationen aber nicht geschmälert werden.
 
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E

ECO-Labelling Kennzeichnung von Produkten, die aufgrund bestimmter Kriterion als "umweltfreundlich" eingestuft werden (u.U. auf Grund einer Ökobilanz).
EMAS Die Abkürzung "EMAS" steht für die englische Bezeichnung "Eco-Management and Audit Scheme" (= System für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung). In der Umgangssprache wird hierfür in der Regel der Begriff "Öko-Audit" verwendet. "EMAS" ist jedoch der umfassendere Begriff.
Einwegverpackung Behälter, der nach einmaligem Gebrauch in den Müll gelangt, also nicht wiederverwendet wird.
Emission Von einer Anlage in die Umgebung entweichende feste, flüssige oder gasförmige verunreinigende Stoffe, Wärme, Geräusche, Erschütterungen u.a.m. (z.B. Schadstoffemission, Wärmeemission, Lärmemission, elektromagnetische Strahlung) Emissionen führen in der Umwelt zu Immissionen.
Emissionshandel (Handel mit Emissionen) Einer der drei flexiblen Mechanismen, die im Kyoto-Protokoll vorgesehen sind. Emissionshandel ist zwischen den Ländern erlaubt, die sich zu Emissionsminderungen verpflichtet und das Protokoll ratifiziert haben. Der Handel mit Emissionsrechten (Verschmutzungsrechten) ist zwischen Industriestaaten vorgesehen, um die gesamte CO2-Menge zu verringern. So kann ein Industrieland von einem anderen Emissionsrechte kaufen, wenn es nicht schnell genug reduzieren kann. Da das Verkäufer-Land nicht mehr über die Verschmutzungsrechte verfügt, muss es seine Emissionen senken. Die Mitgliedsstaten der Europäischen Union haben am 1. Februar 2005 für bestimmte Wirtschaftssektoren einen Emissionshandel eingeführt. Dieser Emissionshandel wird mit der "Linking Direktive" (Richtlinie 2004/101/EG) mit den projektbezogenen Mechanismen "Clean Development Mechanism" und "Joint Implementation" verknüpft.
Erd-Charta Dokument, in dem grundlegende ethische Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung verankert sind. Die Initiative für die partizipative Erstellung einer solche Charta bestand schon 1992, wurde aber erst 1994 durch die Initiative von Maurice Strong, dem Generalsekretär des Rio-Gipfel, Michael Gorbatschow und der niederländischen Regierung umgesetzt. Das internationale Earth-Charta-Büro hat seinen Sitz beim Earth Council in Costa Rica.
Erneuerbare Energien Erneuerbare Energien, auch regenerative Energien genannt, sind Energiequellen, die nach den Zeitmaßstäben des Menschen unendlich lange zur Verfügung stellen. Die drei orginären Quellen sind: Solarstrahlung, Erdwärme (Geothermie), Gezeitenkraft. Man unterscheidet erneuerbare von nicht regenerierbaren, fossilen Energieträgern (z.B. Kohle, Erdöl, Erdgas), deren Vorräte begrenzt sind.
Ethikfonds Bei solchen Fonds dürfen die Fondsmittel nur in Unternehmen angelegt werden, die bestimmte ethische Kriterien erfüllen. Beispielsweise darf nicht in die Rüstungsindustrie oder umweltschädigende Unternehmen investiert werden, noch darf das Geld einem rassistischen Staat dienen. Fonds, die versuchen mit der Weltanschauung Geld zu verdienen, treffen auf eine eingeschränkte Möglichkeit der Produktauswahl.
 
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F

FFH - Richtlinie Die FFH-Richtlinie verpflichtet auf europäischer Ebene die Mitgliedstaaten zur Errichtung eines kohärenten europäischen ökologischen Netzes von Schutzgebieten mit der Bezeichnung NATURA 2000 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen.
 
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G

GEF (Global Environmental Facility) Die Globale Umwelthilfe ist das Finanzierungsinstrument für Umweltschutzmaßnahmen in der "Dritten Welt", die sich aus den internationalen Abkommen ergeben. Die GEF wird von der Weltbank und den UN-Organisationen für Umwelt (UNEP) und Entwicklung (UNDP) gemeinsam verwaltet.
G7 Die Gruppe der sieben reichsten Länder der Welt, bestehend aus Kanada, den USA, Japan, Großbritannien, Deutschland, Italien und Frankreich.
G77 Die Gruppe der ursprünglich 77 Entwicklungsländer, die 1964 gegründet wurde, um die Interessen der Dritten Welt effektiv vertreten zu können, hatte 1991 insgesamt 129 Mitglieder. Bei den internationalen Klimaschutzverhandlungen greifen die G77-Staaten und China oft gemeinsam in die Diskussion ein.
Global Compact Der Global Compact ist eine Initiative der Vereinten Nationen zur Förderung von globalem Fortschritt und Stabilität. Der Pakt umfasst zehn Prinzipien zu den Themen Menschenrechte, Arbeitsmarkt, Umweltschutz und Kampf gegen die Korruption. Er fordert Unternehmen u.a. auf, diese Prinzipien innerhalb ihres eigenen Unternehmens umzusetzen.
Global Governance Der Begriff Global Governance wird in Politik und Politikwissenschaft zunehmend gebraucht; eine einvernehmliche Definition ist jedoch noch nicht gefunden. Global Governance ist nicht gleichzusetzen mit einer Art "Weltregierung". Vielmehr lässt sich Global Governance eher mit "globaler Strukturpolitik" oder "Weltordnungspolitik" umschreiben. Gemeint ist, dass die Zunahme internationaler Institutionen in den letzten Jahrzehnten zu einer neuen Situation und zu einer neuen Qualität der internationalen Beziehungen geführt hat, die über das traditionelle Verständnis zwischenstaatlicher Politik hinausgeht.
Globale Umweltfazilität (Global Environment Facility, GEF) Ein 1991 eingerichtetes und von Weltbank, UNDP und UNEP gemeinsam verwaltetes mulitlaterales Finanzierungsinstrument, welches Zusatzkosten (incremental costs) bei Vorhaben mit globalem Umweltnutzen trägt. Projekte, die nur dem lokalen Umweltschutz dienen, werden nicht berücksichtigt. In die Finanzierungsbereiche der GEF fallen Maßnahmen zum Schutz der Ozonschicht, zur Verminderung der Treibhausgase, zum Erhalt der Biodiversität und zum internationalen Gewässerschutz.
Globaler Wandel International übergreifendes Phänomen, welches globale Umweltveränderungen, ökonomische Globalisierung, kulturellen Wandel und ein zunehmendes Nord-Süd-Gefälle umfasst.
Globalisierung Wenn es ein Schlagwort gibt, unter dem sich die zentralen Entwicklungstendenzen in Politik, Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft des ausgehenden 20. Jahrhunderts sowie des neuen Jahrtausends am zutreffendsten subsumieren lassen, dann ist es das der Globalisierung. Vorangetrieben durch moderne Informations-, Kommunikations- und Verkehrstechniken erreichen die weltweiten wirtschaftlichen und kulturellen Verflechtungen ein noch nie da gewesenes Ausmaß.
GTZ (Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit) Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH ist ein bundeseigenes Unternehmen und unterstützt die Bundesregierung bei der Umsetzung ihrer entwicklungspolitischen Ziele. Technische Zusammenarbeit (TZ) ist neben der Finanziellen Zusammenarbeit (FZ) das zweite Standbein der deutschen Entwicklungshilfe und umfaßt die Vorbereitung und Durchführung von Entwicklungsprojekten und – programmen in der "Dritten Welt", durch die technische, wirtschaftliche und organisatorische Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden. Dabei kooperiert die GTZ auch mit Nichtregierungsorganisationen und verbindet in zunehmendem Maße die Entwicklungszusammenarbeit mit dem Naturschutz.
 
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I

Immission Zuführung von festen, flüssigen oder gasförmigen verunreinigenden Stoffen, Wärme, Geräusche, Erschütterungen u.a.m., die auf den Menschen und die belebte und unbelebte Natur einwirken (z.B. Schadstoffimmission, Wärmeimmission, Lärmimmission, Elektrosmog).
IPCC - Intergovernmental Panel on Climate Change IPCC ist ein zwischenstaatliches Expertengremium für Klimafragen unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen, das 1988 eingerichtet wurde. Das wissenschaftliche Gremium der Klima-Rahmenkonvention wurde beauftragt, den Stand der Forschung zum Klimasystem und zu Klimaänderungen sowie deren ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen zu erforschen und mögliche Gegen-Strategien zu entwickeln.
ISO 14000ff Die Serie 14000 der International Organization for Standardization (ISO) legt Meßgrößen und Richtlinien für das Umweltmanagement fest.
IUCN Die Welt-Naturschutz-Union wurde 1948 als unabhängiger Zusammenschluß selbständiger Staaten, Regierungsbehörden und Nirchtregierungsorganisationen mit dem Ziel gegründet, auf wissenschaftlicher Grundlage Maßnahmen vorzuschlagen und voranzutreiben, die den Schutz der natürlichen Umwelt und der biologischen Vielfalt mit nachhaltiger Entwicklung verbinden.
 
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K

Kyoto-Protokoll Das Kyoto-Protokoll wurde 1997 von der 3. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention angenommen. In dem Protokoll verpflichten sich die Industriestaaten, ihre gemeinsamen Emissionen der wichtigsten Treibhausgase im Zeitraum 2008 bis 2012 um mindestens 5% unter das Niveau von 1990 zu senken. Dabei haben die Länder unterschiedliche Emissionsreduktionsverpflichtungen akzeptiert. Damit das Protokoll in Kraft treten kann, muss es von mindestens 55 Staaten ratifiziert werden, wobei diese mindestens 55% der CO2-Emissionen der Annex I-Länder von 1990 auf sich vereinigen müssen. Deutschland hat gemeinsam mit den anderen EU-Mitgliedsstaaten das Protokoll im Mai 2002 ratifiziert.
 
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L

Lokale Agenda 21 Aktionsprogramm für Umwelt und Entwicklung auf lokaler Ebene, das von der Kommunalverwaltung im Dialog mit ihren Bürgern, örtlichen Organisationen und der Privatwirtschaft aufgestellt wird. Damit sollen die Kommunen die Umsetzung der Rio-Agenda 21 unterstützen.
 
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M

Mehrwegverpackungen Verpackungen, die vom Verbraucher über den Handel wieder an den Hersteller zurückgegeben und von den Herstellern nach der Reinigung wieder eingesetzt werden.
Millenium Development Goals Im September 2000 trafen sich die Staats- und Regierungschefs von 150 Ländern zu einem Gipfeltreffen in New York. Als Ergebnis dieses Treffens verabschiedeten sie die so genannte Millenniumserklärung. In der Erklärung setzten sie sich acht internationale Entwicklungsziele, die "Millenium Development Goals" (MDG). Die gesetzten Ziele sollen bis 2015 erreicht werden. [mehr...]
Multi-Stakeholder-Dialog Veranstaltung während einer Konferenz, auf der für Vertreter von Nichtregierungsorganisationen und anderer gesellschaftlicher Gruppen und Regierungsvertreter die Möglichkeit besteht, sich über ihre jeweiligen Positionen und spezifische Themenbereiche auszutauschen.
 
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N

Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development) Eine Entwicklung, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und soziale Sicherheit mit der langfristigen Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen in Einklang bringt.
Nachhaltiger Tourismus Während der Tourismus auf eine intakte Natur und Umwelt angewiesen ist, führt er andererseits auch zu Umweltbelastungen. Dieser Zusammenhang steht im Mittelpunkt der seit einigen Jahren intensiv geführten Diskussion zum Thema »Tourismus und Umwelt«. In dieser Diskussion wurde der Begriff geprägt. Hinter diesem Schlagwort steckt die Forderung, den Tourismus in all seinen Erscheinungsformen so umwelt- und sozialverträglich wie möglich zu gestalten, verträglich für die Natur in den Zielgebieten und für die »Bereisten«, also die Menschen, die in den Zielgebieten leben.
Nationaler Nachhaltigkeitsrat Der 2001 konstituierte Rat für nachhaltige Entwicklung Deutschlands soll in erster Linie den Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung beraten, Beiträge für eine nationale Nachhaltigkeitsstrategie erarbeiten, realistische Umsetzungsstrategien für die praktische Politik und konkrete Projekte zur Umsetzung vorschlagen. Zudem soll er eine zentrale Funktion im gesellschaftlichen Dialog zur Nachhaltigkeit wahrnehmen.
Natura 2000 Natura 2000 bezeichnet ein Europäisches ökologisches Netzwerk besonderer Schutzgebiete, die dem Erhalt natürlicher Lebensräume sowie wildlebender Tiere und Pflanzen dienen. Dazu zählen Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie sowie Europäische Vogelschutzgebiete nach der Vogelschutzrichtlinie
Naturgüter Naturgüter (syn. natürliche Ressourcen) umfassen die natürlichen Landschaftsfaktoren Boden, Wasser, Luft, Tier- und Pflanzenwelt, und zwar:
- nicht regenerationsfähige Naturgüter (Nutzbare Steinen und Erden, Mineralien, fossile organische Massen, juveniles Wasser, Urlandschaft),
- regenerationsfähige Naturgüter (Boden, vadoses Wasser, Lufthülle, Pflanzenwelt, Tierwelt).
Nichtregierungsorganisationen, NRO (Non-Governmental Organisations, NGO) Auf private Initiative hin gegründete Gruppierungen, Vereine, Gesellschaften und Organisationen (z.B. Frauen- oder Umweltverbände), die weder einer Verwaltung noch einer Regierung angehören sowie nicht profitorientiert arbeiten.
Nutzungsentgelte Entgelte für die Nutzung bestimmter globaler Gemeinschaftsgüter (z.B. internationaler Luftraum, Hohe See). Nutzungsentgelte haben einen zweifachen Vorteil: Sie setzen Anreize für umweltfreundliches Verhalten – so können Umweltschäden etwa beim Flug- oder Schiffsverkehr über verbesserte Techniken und entsprechende Verhaltensveränderungen reduziert werden (Lenkungswirkung). Außerdem werden dabei Einnahmen erzielt, die zur Finanzierung von globaler Umwelt- und Entwicklungspolitik genutzt werden können (Finanzierungsfunktion).
 
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O

Öko-Audit Öko-Audit ist ein Verfahren, bei dem ein Betrieb freiwillig sein Umweltverhalten überprüft, verbessert und offenlegt. Kernpunkt ist der Aufbau eines Umweltinformationssystems (Umweltmanagement), das auf eine kontinuierliche Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes abzielt. Nach einem Prüfverfahren, das von unabhängigen und speziell bestellten Prüfern durchgeführt wird, erhält das Unternehmen üblicherweise ein Zertifikat.
Öko-Bilanz Instrument zur systematischen Erfassung, Analyse und Bewertung der durch ein Produkt, einen Prozess oder ein Unternehmen verursachten Umweltbelastungen. Die Ökobilanz benutzt bestimmte Parameter zur Erfassung der Umweltbelastungen und ermöglicht je nach Art eine anschließende Bewertung oder schließt sie bereits ein.
Öko-Effizienz Das Wort "Effizienz" bezieht sich immer auf ein Verhaltnisses von Nutzen zu Aufwand. Oekologisch effizienter wird ein Produkt, eine Massnahme oder eine Firma wenn bei gleicher oder besserer Leistung weniger Ressourcen oder Energie verbraucht wird.
Ökologie Wissenschaft von der Beziehung von Organismen (Menschen, Tiere, Pflanzen) untereinander und zu ihrer Umwelt. Sie untersucht ihre zeitliche Entwicklung, Krisen darin und Mechanismen der Wiederherstellung eines Gleichgewichtes.
Ökologische Kennzahlen Verhältniszahlen zur Bewertung und zum Vergleich ökologischer Basisdaten, z.B. Material-, Energie-, Wasserkennzahlen. Beispiele für solche Kennzahlen sind Energieeffizienz (=Energieeinsatz/Produkt), Recyclingquote (=recyclierte Wertstoffe/Gesamtabfall), Wasserverlustquote (=Wasserinput/Wasseroutput).
Ökosystem Wirkungsgefüge von Lebewesen (Organismen) bzw. Lebensgemeinschaften (Biozönosen) und der charakteristischen, auf sie einwirkenden Umwelteinflüsse. Ökosysteme verändern sich ständig und sind bis zu einem gewissen Grad zur Selbstregulation fähig. Beispiele für Ökosysteme: Seen, Wälder, Äcker, Wiesen, Weiden.
Ökologische Stabilität Grad der Fähigkeit eines Ökosystems, Belastungen oder Schädigungen wieder auszugleichen (Regenerationsfähigkeit).
Ökotourismus Nachhaltiger Tourismus soll dazu beitragen, eine touristische Entwicklung im Einklang mit den Belangen des Natur- und Umweltschutzes zu fördern.
 
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P

Pestizide Sammelbegriff für alle chemischen Schädlingsbekämpfungsmittel. Am häufigsten verwendet werden Insektizide, Herbizide und Fungizide. Viele Pestizide haben unerwünschte Nebenwirkungen. Sie konnten sich in der Vergangenheit in den Nahrungsketten anreichern und Menschen und Tiere beeinträchtigen. Durch gesetzliche Maßnahmen ist inzwischen erreicht worden, dass die Pestizidrückstände in den Nahrungsketten deutlich zurückgegangen sind.
Photovoltaik Photovoltaik (PV) ist die unmittelbare Umwandlung von Sonnenstrahlung in elektrische Energie mittels Halbleitern, sogenannten Solarzellen.
Public Private Partnership Public Private Partnerships (öffentlich-private Partnerschaften) sind Allianzen zwischen der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit und der privaten Wirtschaft zu beiderseitigem Nutzen.
 
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R

Recycling Recycling bedeutet Gewinnung von Rohstoffen aus Abfällen, ihre Rückführung in den Wirtschaftskreislauf und die Verarbeitung zu neuen Produkten (stoffliche Verwertung). Zum Recycling geeignet sind vor allem Glas, Papier, Pappe, Kartonagen, Eisen, Nichteisenmetalle und Kunststoffe. Voraussetzung für die stoffliche Verwertung ist eine möglichst sortenreine Sammlung der Wertstoffe oder ihre leichte Abtrennung (Sortierung) aus der Abfallfraktion (Abfalltrennung). UMWELTTIP: Wer konsequent Recyclingprodukte kauft, hilft mit, die natürlichen Rohstoffquellen zu schonen und die Abfallmengen zu verringern. Nicht nur bei Papierwaren nach Recyclingerzeugnissen fragen. Es gibt auch Recyclingprodukte aus Kunststoff: Blumenkübel, Komposter, Abfallsäcke.
Regenerative Energien Regenerative Energien, auch erneuerbare Energien genannt, sind Energiequellen, die nach den Zeitmaßstäben des Menschen unendlich lange zur Verfügung stellen. Die drei orginären Quellen sind: Solarstrahlung, Erdwärme (Geothermie), Gezeitenkraft. Man unterscheidet erneuerbare von nicht regenerierbaren, fossilen Energieträgern (z.B. Kohle, Erdöl, Erdgas), deren Vorräte begrenzt sind.
Ressourcen Die das Leistungsvermögen der Landschaft repräsentierenden (nutzbaren) stofflichen Substanzen und Energien einschließlich aller chemisch-physikalischen und biologischen Prozesse (s.a. Naturgüter).
RIO-Deklaration (s. Deklaration von RIO)
RIO-Konferenz Die Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro von 1992 hat unter Beteiligung von 178 Staaten alle wesentlichen Komplexe der Umwelt- und Entwicklungspolitik erörtert. Mit den Konventionen zu Klima und biologischer Vielfalt, mit der Walderklärung und der Rio-Deklaration sowie mit dem Aktionsprogramm Agenda 21 und dem Beschluß zur Einrichtung einer Kommission der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (CSD) wurden die Grundlagen für eine qualitativ neue weltweite Zusammenarbeit in der Umwelt- und Entwicklungspolitik geschaffen. Die Kommission wird die Beachtung dieser Festlegungen kontinuierlich begleiten und weitere Vorschläge zur Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit in den Bereichen Umwelt und Entwicklung vorlegen.
RIO-Konvention Die Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro ist zum Symbol des neuen Bewußtseins der gemeinsamen Verantwortung für »die eine Welt« geworden. Über 170 Staaten, darunter auch Deutschland, haben bisher das »Übereinkommen über die biologische Vielfalt« unterzeichnet. Damit wurde der Anfang für eine weltweit umfassende Naturschutzpolitik gemacht (biologische Vielfalt).
Rote Listen In den sogenannten Roten Listen wird aufgeführt, welche Tier- und Pflanzenarten »gefährdet«, »vom Aussterben bedroht« oder schon »ausgestorben« sind. In Deutschland gibt es etwa 50000 Tierarten und rund 9000 Pflanzenarten. Zur Zeit gelten bundesweit etwa 1000 Tierarten und 850 Pflanzenarten als gefährdet. 64 Tierarten und 71 Pflanzenarten sind bereits ausgestorben.
 
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S

Shareholder Value Wörtlich übersetzt bedeutet er nichts anderes als "Aktionärswert". Das dahinter stehende Konzept, manchmal auch "Total Value Management" genannt, konzentriert die vielen Facetten des Unternehmenserfolgs aus Sicht von Investoren wie Managern auf eine einzige Messgröße: die Aktienrendite. Nur diese Kennzahl, so behaupten die Propagandisten des Shareholder Value, spiegele den Wertzuwachs eines Unternehmens und führe dem Anleger den Unterschied zwischen rentablen und unrentablen Geschäften deutlich vor Augen.
Solarstrom Solarstrom nennt man den Strom, der mit Hilfe von Solarzellen erzeugt wird. In der Sonne wird bei der Umwandlung von Wasserstoff in Helium Strahlungsenergie frei, die als Licht und Wärme zur Verfügung steht.
Solartechnik Darunter versteht man alle technischen Möglichkeiten und Einrichtungen zur Nutzung der Sonnenenergie, z. B Sonnenkollektoren zur Warmwassergewinnung. Die Lichtenergie kann mit speziellen Solarzellen unmittelbar in elektrische Energie umgewandelt werden, etwa für den Betrieb von Taschenrechnern. Die Solartechnik ist erst in der Entwicklung, gewinnt aber zunehmend an Bedeutung als Ersatz für fossile Energie. Die Solartechnik gehört zu den 'sanften Technologien'.
Solarzellen Solarzellen bestehen aus Halbleitermaterialien (z.B. Silizium, Germanium, Galliumarsenid etc.), die das Sonnenlicht absorbieren und in Gleichstrom umwandeln. Diese direkte Umwandlung von Licht in elektrische Energie in einem Festkörper wird als photovoltaischer Effekt bezeichnet (Photovoltaik). Die Lichteinstrahlung setzt im Halbleiter negative und positive Ladungsträger frei. Ein internes elektrisches Feld trennt diese Ladungsträger. Auf diese Weise entsteht eine elektrische Spannung zwischen den Metallkontakten, die an der Oberfläche der Solarzellen angebracht sind. Wird der äußere Kreis geschlossen, so fließt ein elektrischer Gleichstrom. Die weitaus meisten heute hergestellten Solarzellen bestehen aus Silizium. Für eine breite Marktdurchdringung im Strommarkt stellt der hohe Strompreis aus Solarzellen von etwa 2 DM pro kWh noch immer ein entscheidendes Hemmnis dar. Nur durch Weiterentwicklung der Zellen, Massenproduktion und Markteinführungsprogramme, und angemessene Vergütung des ins öffentliche Stromnetz eingespeisten Solarstroms wird sich dies ändern lassen (Stromeinspeisungsgesetz).
Sonnenenergie Die Sonnen- (oder Solarenergie) ist ein dem Menschen unbegrenzt zur Verfügung stehender Energieträger. Die Sonne schickt Strahlen mit einer Leistung von maximal 1.000 W/m2 an wolkenlosen und minimal etwa 20 W/m2 an trüben Tagen auf die Erdoberfläche. Diesen Energieträger ohne Schadstoffpotential gilt es zu nutzen. Dabei stehen thermische Verfahren in Form von Sonnenkollektoren zur Verfügung, photovoltaische Verfahren (Photovoltaik) zur Stromerzeugung mit Solarzellen oder die passive Sonnenenergienutzung durch geschickte architektonische Bauweise und Standortwahl von Gebäuden.
 
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T

Treibhauseffekt Der Treibhauseffekt wird größtenteils verursacht durch den Ausstoß von Treibhausgasen (THG) hervorgerufen durch menschliche Aktivitäten. Diese in der Atmosphäre angesammelten THG verhindern die Wärmerückstrahlung von der Erdoberfläche ins All. Das ist zunächst ein natürlicher Prozess. Durch die industrialisierte Welt erhöht sich aber der Anteil der Spurengase, so dass es zu einer überdurchschnittlichen Erwärmung kommt. Als relevante Treibhausgase sind im Kyoto-Protokoll festgelegt worden: Kohlendioxid (CO2),Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (F-KKW/HFC, perflourierte Kohlenwasserstoffe(FKW/PCF) und Schwefelhexaflourid (SF6).
 
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U

Umwelt Gesamtheit dessen, was die Lebewesen umgibt, was auf sie einwirkt und was sie selbst wiederum beeinflussen.
Umweltbeauftragter Bezeichnung für die haupt- oder nebenamtlich mit Umweltfragen beschäftigte Personen einer Umweltorganisation (auch Umweltberater).
Umweltbericht Interne oder öffentliche, zielgruppenorientierte Zusammenstellung umweltrelevanter Informationen. Der Umweltbericht dient der Kommunikation über betriebliche Umweltbelange eines Unternehmens oder seiner einzelnen Standorte.
Umweltberichterstattung (von Unternehmen) Gesamtheit aller Massnahmen zur sachgerechten und wahrheitsgemässen Unterrichtung von unternehmensinternen und/oder -externen Zielgruppen über umweltrelevante Fragen des Unternehmens oder des Standortes. Die Umweltberichterstattung bezieht sich sowohl auf die Ziele und Aktivitäten im Umweltschutz wie auch auf die Beschreibung von Problemlagen und Erfolgen sowie Umweltwirkungen, die durch das Unternehmen und seine Produkte verursacht werden. Umweltberichterstattung kann mündlich oder schriftlich, persönlich oder durch Telekommunikation erfolgen.
Umweltbelastung Beeinflussung oder Veränderung der natürlichen Umwelt durch physikalische, chemische oder biologische Eingriffe.
Umwelt-Controlling Führungsunterstützende und abteilungsübergreifende Querschnittsfunktion. Das Umwelt-Controlling umfasst innerhalb des betrieblichen Umweltmanagements die Informations-, Planungs-, Kontroll- und Koordinationsfunktion. Es ist insbesondere auf die Informationserfassung zur stofflichen Seite des betrieblichen Geschehens (Stoff- und Energiedaten) und ihrer ökologischen Wirkung sowie deren rechtliche und gesellschaftliche Bewertung ausgerichtet. Umwelt-Controlling gestaltet das Umweltinformationssystem, bereitet Umweltinformationen entscheidungsorientiert auf und stellt die Beschlussfassung zu umweltrelevanten Themen und das Setzen von Umweltzielen sicher. Umweltmanagement umfasst diejenigen Aspekte des Umweltmanagement, die eine umweltorientierte Unternehmenspolitik bestimmen, implementieren sowie der Umsetzungskontrolle dienen.
UMS / Umweltmanagementsystem Umweltmanagementsysteme sind freiwillige Instrumente des vorsorgenden Umweltschutzes zur systematischen Erhebung und Verminderung der Umweltauswirkungen z.B. eines Hotels. In Europa werden vorwiegend die weltweit gültige Umweltnorm ISO 14001 oder die EMAS-Verordnung (Öko-Audit) der EU angewandt.

Beide Standards verpflichten zur Erfüllung aller umweltrelevanten Gesetzesauflagen, EMAS fordert zusätzlich die Anfertigung einer Umwelterklärung. Nach den Vorgaben der jeweiligen Umweltnorm müssen außerdem für jeden Betrieb ein individuelles Umwelthandbuch und Umweltprogramm erarbeitet werden. Das Handbuch legt eine spezielle Organisationsstruktur und die entsprechenden Verantwortlichkeiten des Personals fest, das Umweltprogramm die zu erreichenden Umweltziele und die dafür notwendigen Maßnahmen.

Regelmäßig begutachtet ein unabhängiger Sachverständiger die Einhaltung aller Auflagen, die Umsetzung des Umwelthandbuches und das Umweltprogramm. Nur bei Erfüllung aller Anforderungen wird das Hotel zertifiziert.
Umweltschutz Ziele und Maßnahmen zur Vermeidung oder Verminderung von Umweltbelastungen.
Umweltschadstoffe In der Umwelt vorhandene Stoffe, die in Mengen auftreten können, die bei Lebewesen Schädigungen hervorrufen können. Gelegentlich werden Umweltchemikalien und natürlich vorhandene Schadstoffe unter diesem Begriff zusammengefasst.
Umweltverträglichkeitsprüfung Bevor über die Zulassung besonders umweltrelevanter Projekte entschieden wird, muß überprüft werden, wie sie sich auf die einzelnen Umweltmedien einschließlich der Wechselwirkungen zwischen ihnen und auf die Umwelt als Ganzes auswirken. Bei bestimmten, raumbedeutsamen Vorhaben (Straßen, Flugplätze u. ä.) wird die UVP durch Prüfung der überörtlichen Umweltauswirkungen insbesondere im Raumordnungsverfahren vorbereitet. Im nachfolgenden Zulassungsverfahren werden dann die Umweltauswirkungen im einzelnen geprüft und bewertet. Das Ergebnis der UVP muß bei der Zulassungsentscheidung berücksichtigt werden.
Umweltziele Die Ziele, die sich ein Unternehmen im einzelnen für seinen betrieblichen Umweltschutz gesetzt hat.
UNCED (United Nations Conference on Environment and Development) Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung 1992 in RIO de Janeiro. (s. RIO-Konferenz)
UNDP (United Nations Development Programme) Das 1965 gegründete Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen mit Sitz in New York ist das zentrale Finanzierungs- und Steuerungsinstrument für die multilaterale finanzielle und technische Zusammenarbeit und unterstützt die Empfängerländer beim zielgerichteten Einsatz der Hilfsmittel.
UNEP (United Nations Environment Programme) Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen, gegründet 1972, regt weltweit Projekte zur Nachhaltigen Entwicklung an.
UNFCCC (United Nations Framework Convention on Climate Change) Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen aus dem Jahre 1992, der inzwischen über 180 Staaten beigetreten sind.
 
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Viabono Umweltdachmarke für touristische Produkte. Im Vordergrund stehen hierbei nicht technische Kriterien, sondern der individuelle Zusatznutzen, den umweltorientierte Angebote versprechen.
 
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Washingtoner Artenschutzabkommen 1973 haben die meisten Mitgliedsstaaten der UNO ein Übereinkommen über den Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen abgeschlossen. Danach ist der Handel mit solchen Arten weitgehend verboten. Tiere der gefährdeten Arten dürfen nicht getötet werden und ihre Felle, Häute oder Zähne (Elfenbein) nicht gehandelt werden. UMWELTTIP: Der beste Artenschutz ist, Produkte z.B. aus Raubtierfellen, Schlangenhäuten und Elfenbein nicht zu kaufen.
WBGU (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen) Der WBGU wurde 1992 von der Bundesregierung als unabhängiges Beratergremium eingerichtet. Die Hauptaufgabe des interdisziplinär besetzten Beirats ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse aus allen Bereichen des Globalen Wandels auszuwerten und daraus politische Handlungs- und Forschungsempfehlungen für eine nachhaltige Entwicklung abzuleiten.
Windenergie Die Bewegungsenergie (kinetische Energie) der Luftströmung ist eine indirekte Form der Sonnenenergie und gehört damit zu den erneuerbaren Energien. Sie wird heute nahezu ausschließlich über Windkraftanlagen (auch Windkonverter genannt) genutzt. Dabei wird ein Rotor durch die Luftströmung in Drehung versetzt, der wiederum mittels Drehachse einen Stromgenerator antreibt. Die Windenergienutzung speziell in Küstengebieten bzw. in Mittelgebirgslagen hat in den vergangenen Jahren in Deutschland einen großen Aufschwung genommen. Nach der installierten Leistung steht die Bundesrepublik inzwischen weltweit vor den USA und Dänemark auf Platz 1 aller Windenergie nutzenden Nationen. Dies hängt damit zusammen, dass Windenergie neben der Wasserkraft (Wasserkraftnutzung) vom Preis her inzwischen mit der konventionellen Stromerzeugung in Kraftwerken nahezu Schritt halten kann. Auch die Windenergie ist allerdings keine problemlose Energieerzeugungsform: Inkaufzunehmen hat man die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes, die Lärmbelästigung durch die Rotorenbewegung sowie die Gefahren, die Windkraftanlagen für die Vogelwelt darstellen.
 
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ZERO Emission Englischer Ausdruck für »Nullausstoß« (von Abgasen bei Kraftfahrzeugen). Bei elektrischen Schienenfahrzeugen oder bei Kraftfahrzeugen mit Elektroantrieb ist die Nullemission erreicht, wobei allerdings die im Kraftwerk zur Stromgewinnung entstehenden Emissionen unberücksichtigt bleiben. Neben den Zero Emission Vehicles gibt es auch Fahrzeuge mit sehr geringen Emissionen: Sie heißen Ultra Low Emission Vehicles (ULEV). In Kalifornien (USA) ist der Einsatz eines geringen Prozentsatzes von Fahrzeugen mit Nullausstoß bereits in wenigen Jahren gesetzlich vorgeschrieben.